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Winkelmüller Architekten

Sondage 3 - Gedenkstätte Berliner Mauer
Überdachung archäologischer Funde eines Grenzhauses an der Bernauer Straße

Mola + Winkelmüller Architekten

Beauftragung der Leistungsphasen 2-9

Mitarbeiter:
Jan Alsenz

Projektbeteiligte:

sinai. Faust.Schroll.Schwarz. (Landschaftsarchitektur)

ON architektur (Außenausstellung)

EiSat (Tragwerksplanung)

Karl Hiller (Restaurator)

Bauherr:

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

Bei der Realisierung der Neugestaltung der Gedenkstätte Berliner Mauer wurden bei Grabungen archäologische Funde eines ehemaligen Grenzhauses an der Bernauer Straße gemacht. Es galt, die Überreste des Kellergeschosses als Zeugnis der Zerstörung des Alltags zu dokumentieren und den Besuchern zugänglich zu machen. Somit wurde gerade aufgrund der Gewöhnlichkeit des Fundes ein beeindruckendes, anschauliches und authentisches Exponat geschaffen. Die Überdachung schützt als auskragender Winkel den wichtigsten Teil der Ausgrabung – die mit Hohlblocksteinen zugemauerten Kellerfenster. Diese Überreste dokumentieren das erste Stadium der Grenzsicherung und wurden nach Abriss der Grenzhäuser durch die später immer weiter perfektionierte „Mauer“ ersetzt. Während die Überdachung zur Gedenkstätte hin als leicht spiegelnde homogene Metalloberfläche ausgeführt wurde, zeichnet sich zur Straßenseite hin als abstraktes Fugenbild die Fassade des damaligen Grenzhauses ab. Als inhaltsvermittelndes Element ist die straßenseitige Oberfläche aus Corten-Stahl ausgebildet und gliedert sich somit in den Duktus der Gesamtgedenkstätte ein.

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